ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 22:19 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse bleiben sieglos: „Ärgerlich“

Er erzielte das erste Tor der Füchse: Feodor Boiarchinov.
Er erzielte das erste Tor der Füchse: Feodor Boiarchinov. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser verliert das DEL2-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee mit 3:5 und schlägt sich wieder selbst durch individuelle Fehler. Trainer Hoffmann bleibt nur das Lob für die Willensstärke seines Teams - aber das ist zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt.

Im Duell mit dem Tabellenzweiten SC Riessersee schnupperten die Lausitzer Füchse zwar an einem überraschenden ­Erfolg – am Ende gingen sie wieder leer aus. Das 3:5 am Freitagabend ist die fünfte Niederlage in Folge für Weißwasser. Die Chancen auf den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL2 sind damit weiter gesunken. Der Abstand auf Rang zehn beträgt mittlerweile 15 Punkte.

Die Füchse wurden schon in der Startphase kalt erwischt. Jared Gomes traf bereits nach 93 Sekunden zur 1:0-Führung für die Gäste. Dabei hatten die Füchse für diese Heimpartie vor 1853 Zuschauern endlich wieder einen breiten Kader zur Verfügung. Alle Spieler, die zuletzt wegen eines Infekts pausieren mussten, standen auf dem Eis. Lediglich Marius ­Stöber fehlte auf dem Spielberichtsbogen. Der junge Stürmer kommt an diesem Wochenende beim Kooperationspartner Selber Wölfe zum Einsatz, um nach seiner langen Zwangspause wegen ­einer Fußverletzung in der Oberliga Süd Wettkampfpraxis zu sammeln.

Ebenfalls noch im ersten Drittel kamen die Füchse zum 1:1-Ausgleich (16.). Roope Ranta passte die Scheibe quer zu Feodor Boiarchinov, der am langen Pfosten erfolgreich war.

Der Start des zweiten Drittels ging dann an die Füchse. Jeff Hayes traf in der 22. Minute zum 2:1 für Weißwasser. Wenig später hatte der fleißige Boiarchinov nach erneut schönem Spielzug sogar den dritten Treffer auf dem Schläger. Danach schaltete der Favorit wieder einen Gang hoch. Lubor Dibelka erzielte in der 35. Minute den 2:2-Ausgleich für den SCR. Die Füchse mussten in dieser ­Phase hinten hart arbeiten, hatten vorn aber ebenfalls ihre Möglichkeiten.

Weniger Fehler machen – so lautete die Forderung von Trainer Robert Hoffmann. In der 43. Minute passierte dann aber doch wieder ein schlimmer Fehler. Nach einem Fehlpass stand Louke Oakley frei vor Keeper Maximilian Franzreb und traf zum 3:2. Kurz danach machte es Chris Owens (3:3/47.) zwar wieder spannend, aber der SCR ging durch Andreas Eder (52.) erneut in Führung. Richard Mueller sorgte kurz vor Schluss für den 5:3-Endstand (60.).

Weiter geht es am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei den Tölzer Löwen (18 Uhr). Im Duell mit dem Vorletzten stehen die ­Füchse erneut unter Erfolgsdruck.

Toni Söderholm (Riessersee): „Wir haben gleich ein Tor geschossen. Danach war aber unser Überzahlspiel frustrierend. Dadurch haben wir es uns schwer gemacht. Die Heimmannschaft war läuferisch und kämpferisch stark. Wir waren heute sicher nicht top. Aber wir haben einen Weg für die drei Punkte gefunden. Es kann nicht immer perfekt sein. Die Mannschaft hat jedoch Charakter gezeigt.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Wir haben uns nach dem frühen Gegentor berappelt. Die Mannschaft hat unbändigen Willen gezeigt und alles versucht. Aber individuelle Fehler haben uns auch diesmal wieder das Spiel gekostet. Das ist ärgerlich, denn wir betreiben viel Aufwand.“

Lausitzer Füchse – SC Riessersee 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Tore: 0:1 Gomes (2.), 1:1 Boiarchinov (16.), 2:1 Hayes (22.), 2:2 Dibelka (25.), 2:3 ­Oakley (43.), 3:3 Owens (47.), 3:4 Eder (52.), 3:5 Mueller (60.); Schiedsrichter: Paule/Smitka; Zuschauer: 1853; Strafminuten: 8/6.

Komplette Statistik