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Fußball
Ostklubs wollen, dass Regionalliga-Meister direkt aufsteigt

Rollt der Ball bald nur noch in vier Regionalligen? Mit Sachsens Vereinen in einer Regionalliga Bayern? Die Ostklubs sind dagegen und wollen für eine eigenständige Regionalliga Nord-Ost kämpfen.
Rollt der Ball bald nur noch in vier Regionalligen? Mit Sachsens Vereinen in einer Regionalliga Bayern? Die Ostklubs sind dagegen und wollen für eine eigenständige Regionalliga Nord-Ost kämpfen. FOTO: A9999 DB Adidas / dpa
Halle/Cottbus. Die Mitglieder des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) wollen beides: einen direkten Aufstieg der Regionalliga-Meister und den Erhalt ihrer Regionalliga Nord-Ost. Das wird dem DFB nicht schmecken, durchsetzen wollen es die Ostklubs trotzdem.

In Vorbereitung einer möglichen Beschlussfassung beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 8. Dezember stimmten am Donnerstag in Halle alle anwesenden Regionalligisten und Drittligavereine aus dem NOFV-Verbandsgebiet für den direkten Aufstieg der Regionalliga-Meister. Diese Regelung sei aus Gründen der Wettbewerbs- und Chancengleichheit unabdingbar.
Die Umsetzung dieser Forderung sei unter derzeitigen Bedingungen aber nur bei einer vierstaffeligen Regionalliga möglich. Zudem wurde der Erhalt einer eigenständigen Nordost-Staffel gefordert. Derzeit gibt es fünf Regionalligen und Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Liga. Auch der DFB will eine zügige Reform der Auf- und Abstiegsregelung.

„Wir wollen nicht nur vier Regionalligen, sondern auch, dass der Nordosten eigenständig bleibt. Das wird für viel Unruhe sorgen. Aber wir sind angesichts der Größe und Bedeutung des NOFV selbstbewusst genug zu meinen, dass dies uns zusteht“, sagte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit dem „MDR“.

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz, der die Diskussion ins Rollen gebracht hatte, warb am Donnerstag in Cottbus mit einer emotionalen Rede erneut für eine ­Übergangslösung als ­Kompromiss: also Beibehaltung der bisherigen fünf Staffeln, aber eben auch ein Aufstiegsrecht für die Meister. „Fünf Aufsteiger in die 3. Liga und fünf Absteiger ­schaden dem deutschen Fußball nicht.“ Zumal gerade der Fußball-Osten mit Vereinen wie dem 1. FC Magdeburg und Hansa Rostock der 3. Liga schon jetzt ­große Kulissen verschaffe.

(dpa/bob/noc)