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Fußball
Kallnik plädiert für neue 4. Liga

Mario Kallnik ist Sprecher der ostdeutschen Drittligisten.
Mario Kallnik ist Sprecher der ostdeutschen Drittligisten. FOTO: Jens Wolf / DPA
Leipzig. Magdeburgs Geschäftsführer schlägt zweigleisige Spielklasse als Kompromiss vor.

(dpa/jal) Im Streit um die Aufstiegsreform der Fußball-Regionalligen hat Geschäftsführer Martin Kallnik vom Drittligisten 1. FC Magdeburg die Einführung einer zweigleisigen 4. Liga ins Spiel gebracht. „Denn Fakt ist: Es gibt in jeder Regionalliga mehr und weniger ambitionierte Mannschaften. Die Vereine mit professionellem Anspruch könnten in zwei Staffeln zusammengefügt werden, die Meister und Zweiten steigen in die 3. Liga auf“, sagte Kallnik der „Sport Bild“.

DFB-Präsident Reinhard Grindel will beim DFB-Bundestag am Freitag seinen Vorschlag mit weiterhin fünf Regionalligen und vier statt bisher drei Aufsteigern durchbringen. Das lehnen die Drittligisten aber ab, da ihre vier Absteiger die Möglichkeit haben müssten, direkt wieder aufsteigen zu können statt in die Relegation zu müssen.

„Die Königslösung liegt doch nahe: Indem man das geografische Kreuz über Deutschland zieht. Dann ist man ganz schnell bei dem Modell, das es schon von 1994 bis 2000 gab: vier Regionalligen, aufgeteilt in Nord, West/Südwest, Süd und Nord­ost“, sagte Kallnik. Grindel und der für die Amateure zuständige Vizepräsident Rainer Koch warnen bei einer Reduzierung auf vier Ligen vor einer Zerschlagung der Nordost-Liga, die auf Bayern und den Norden aufgeteilt werden würde. Der Nord­ostdeutsche Fußball-Verband will unbedingt die Nordost-Staffel erhalten. Am Mittwochabend sollte es dazu eine weitere Verhandlung geben, Ergebnisse wurden nicht bekannt.

(dpa)