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Fussball
Förster vor Comeback im XXL-Test

Benjamin Förster war seit September verletzt.
Benjamin Förster war seit September verletzt. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus spielt am Sonntag gegen den Drittliga-Spitzenreiter 1. FC Magdeburg zwei extralange Halbzeiten. Beide Trainer wollen ihre Teams genau unter die Lupe nehmen. Von Frank Noack, Jan Lehmann und Manuel Holscher

Das gibt es nur während der Saisonvorbereitung: Die Fans von Energie Cottbus können sich an diesem Sonntag nicht nur auf 90 Minuten, sondern auf 120 Minuten Fußball im Stadion der Freundschaft freuen. Denn beim XXL-Test gegen den Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg (Beginn um 15 Uhr) gehört die Verlängerung diesmal zur regulären Spielzeit dazu. Die beiden Halbzeiten über jeweils 60 Minuten sind ein ausdrücklicher Wunsch der Gäste, weil auf der unglücklichen England-Reise des FCM ein Testspiel witterungsbedingt abgesagt werden musste.

„Deshalb haben wir in Cottbus angefragt, weil allen etwas mehr Spielzeit noch guttun würde und ich die Möglichkeit habe, sie etwas länger zu sehen“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel.

„Auch uns kommen die 120 Minuten gelegen, weil wir länger gegen einen starken Gegner testen und auch den jungen Spielern wieder eine Chance geben können“, erklärt ­Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Bei der 0:4-Niederlage am Mittwoch gegen den Halleschen FC kamen unter anderem die erst 17-jährigen Leon Schneider und Moritz Broschinski zum Einsatz.

Vor seinem Comeback nach langer Verletzungspause steht unterdessen Stürmer Benjamin Förster. Er hatte sich im September eine Knöchelverletzung zugezogen und musste seitdem pausieren. Laut Wollitz ist geplant, dass Förster 25 bis 30 Minuten zum Einsatz kommt. Auch die gegen Halle pausierenden Avdo Spahic und Fabio Viteritti sind wieder fit. Neuzugang Kevin Scheidhauer fällt dagegen wegen eines Infekts weiter aus.

Magdeburg startet bereits am nächsten Wochenende in die 3. Liga und damit eine Woche früher als Energie. Die bisherige Vorbereitung des FCM verlief durchwachsen. Ein Kurz-Trainingslager in England musste aufgrund des Dauerregens auf der Insel abgesagt werden, obwohl rund 1000 Anhänger schon vor Ort waren. Das Team flog am Montag dann doch nach England, um als Entschädigung zumindest ein Testspiel gegen die Bolton Wanderers zu bestreiten. Neben dem 3:2-Sieg nahm der FCM aber auch eine Grippewelle mit auf die Heimreise. Magdeburgs Torjäger Christian Beck fordert trotzdem in der „Volksstimme“: „Wir wollen uns in Cottbus optimal auf das erste Drittliga-Spiel des Jahres in Erfurt vorbereiten.“

Für Energie ist es nach dem 0:4 gegen Halle der zweite Test gegen einen Drittligisten. „Dieses harte Testspiel-Programm finde ich sehr gut. Wir wollen wachsen, das nächste Level erreichen. Das geht nur gegen solche Gegner“, meint Innenverteidiger José-Junior Matuwila. Am Sonntag sogar in der XXL-Version.