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Kommentar
Letzter Versuchfürs Sorgenkind

FOTO: Sebastian Schubert / LR
Die Geschichte des Flugplatzes Drewitz war über lange Strecken ein Trauerspiel. Wie bei vielen Verkehrslandeplätzen, die in kommunale Hand kamen, hielt die Realität nicht mit großen Träumen Schritt. Was als Wirtschaftstreiber für die Region gedacht war, erwies sich als finanzielles Fass ohne Boden.

Ebenso schwierig wie die Betreibung des Platzes war die Suche nach einem seriösen privaten Investor. Der letzte vermeintliche Retter trieb den Platz in die Pleite und räumte vermutlich vorher noch Geld aus der Kasse. Dieser schlechte Ruf belastet den Neustart.

Doch nach dem Wenigen, was bisher über die neuen Eigentümer bekannt ist, besteht Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das sie erst mal keine großen Jobversprechen machen, wirkt angesichts der Vorgeschichte des Platzes Vertrauen erweckend. Die Käufer müssen die Ernsthaftigkeit ihrer Pläne jedoch dadurch beweisen, dass sie jetzt Geld in die Hand nehmen und den Platz in Ordnung bringen. Wenn sie auch scheitern, ist der Platz für die Fliegerei endgültig tot.