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Fussball
Großräschen trifft zweimal ins eigene Netz

Fußball-Landesklasse. Beim 0:4 in Peitz hadert der SV mit den Platzverhältnissen und beklagt erneut eine schwere Verletzung. Von Marco Kloss

Wenig Spiele, wenig Tore und zwei Eigentore von Großräschen prägen den letzten Spieltag der Hinrunde.

TSV 1878 Schlieben – SC Spremberg 0:0. Tore: keine, Schiedsrichter: Martin Hermann (Ludwigsfelde), Zuschauer: 105.

Das Spitzenspiel endete torlos mit einem 0:0 der besseren Sorte. Waren die Gäste in der zweiten Halbzeit das aktivere Team, vergaben die Hausherren den möglichen Siegtreffer, nach einem Handelfmeter, vom Strafstoßpunkt. Der TSV war zu Beginn die zielstrebigere Mannschaft und hatte durch Robert Dehne eine gute Chance, die Rico Kaubitzsch aber parierte. Nach einem Abseitstor von Robert Weinert tauchten auch die Gäste auf der Gegenseite vor dem Tor von Albert Dehne auf, der die Großchance aber vereitelte. Das weiterhin gute Spiel hatte in der Folge durch beide Mannschaften weitere Chancen, wobei der TSV die besseren vergab. Mit einer Druckphase aus der Kabine kommend, wollten die Gäste den nötigen Führungstreffer, der gegen die gute Defensive aber nicht zu Stande kam. Nach gut einer Viertelstunde fanden die Hausherren wieder besseren Zugriff und waren wieder besser im Spiel. Den Wetterverhältnissen geschuldet waren einige Standardsituationen an der Tagesordnung, ehe der TSV sieben Minuten vor dem Ende die Chance zum möglichen Siegtreffer vergab. Der Handelfmeter wurde von Robert Weinert über das Tor geschossen und auf der Gegenseite vergab Nick Pultermann aus Nahdistanz, so dass es nach 91 Minuten beim Remis blieb.


SG Eintracht Peitz – SV Großräschen 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Julien Lohse (60.), 2:0 Björn Gropp (66./Eigentor), 3:0 Kevin Geissler (75.), 4:0 Nico Venedey (78./Eigentor), Schiedsrichter: Stephan Zimmer (Felixsee), Zuschauer: 30.

Auf dem teilweise verschneiten, an der Oberfläche verwässerten und darunter gefrorenen Untergrund war an ein Fußballspielen im üblichen Sinne nicht zu denken. So verwundert es auch nicht, dass es Gefahrenmomente nur über Standardsituationen gab. Die Gastgeber agierten zwar über weite Strecken feldüberlegen, die personell arg geschwächte Großräschener Mannschaft hielt aber noch gut dagegen und bekam nach einem Stellungsfehler in der Peitzer Abwehr in der 35. Minute die Großchance zur überraschenden Führung. Maik Becker stand blank vor dem einheimischen Keeper, setzte den Ball aber nur an den rechten Pfosten, so dass es torlos in die Kabinen ging. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst wenig. In der 54. Minute musste mit Raphael Schulz der nächste erfahrene Akteur mit einer schwerwiegenden Verletzung, die er sich aufgrund der Platzverhältnisse zuzog, vom Platz und nur wenige Minuten später auch noch Torjäger Maik Becker, der wegen einer Erkältung nicht mehr weiterspielen konnte. Nun war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die vehement aufspielenden Gastgeber in Führung gehen würden. Dies geschah dann in der 60. Minute durch Lohse. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Innerhalb von 18 Minuten erhöhten die Platzbesitzer auf 4:0, wobei die Großräschener mit zwei Eigentoren auch noch kräftig mithalfen. Am Ende steht ein verdienter Erfolg für die Gastgeber zu Buche, die mit den (irregulären) Bedingungen besser klar kamen und einfach ihre momentan bessere Verfassung auf den Platz brachten. Für die Großräschener heißt es nun, in der anstehenden kurzen Winterpause neue Kräfte zu tanken und dann in der Rückrunde neu anzugreifen.


FSV Brieske/Senftenberg II – FSV Lauchhammer 0:0. Tore: keine, Schiedsrichter: Marco Richter (Martinskirchen), Zuschauer: 20.

Beiden Mannschaften merkte man die Verunsicherung der zahlreichen Niederlagen in der Saison an und doch hatten beide Teams zahlreiche Chancen, den jeweiligen, wohl entscheidenden Siegtreffer zu erzielen. Waren die Hausherren zu Beginn die bessere Mannschaft und durften auch zweimal jubeln, beendete der Assistent das Jubeln mit der Abseitsfahne. Nach den ersten Anpassungen im Spiel der Gäste übernahmen diese das Spiel und waren im zweiten Teil der ersten Halbzeit deutlich die bessere Mannschaft und jubelten ebenfalls. Auch hier war der Assistent der Spielverderber und hatte eine Abseitsposition gesehen. Den besseren Auftakt im zweiten Abschnitt beanspruchten die Hausherren wieder für sich und ein Pfostenschuss sorgte für Hoffnung auf ein mögliches Tor. Doch auch im zweiten Abschnitt sollten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe duellieren, mit nun etwas besseren Spielanteilen bei den Hausherren, die das Spiel aber wiederum aus der Hand gaben und einen Foulstrafstoß verursachten, den Eric Hamann aber deutlich über das Tor schoss. Als Brieske in den Schlussminuten noch einmal Pech hatte, als ein Ball vom Innenpfosten über die Linie in das Aus trudelte, war beiden Mannschaften klar, dass es mit dem torlosen Remis in die Winterpause geht.

Die Begegnungen Alemannia Altdöbern – Einheit DrebkauSpremberger SV – VfB Herzberg  und Eintracht Lauchhammer – SV Döbern wurden abgesagt.