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| 15:16 Uhr

Entwicklung der Sportanlagen
Calau diskutiert über Sportstätten

Sporthalle CalauDie Calauer Sporthalle in der Springteichallee wird am 31. März zur Messehalle. Foto: Stephan Uhlig  Am Mittwoch verwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. Archivfoto: Uhlig  Am Mittwoch verwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. 120 Tourismus-Aussteller werden erwartet. Archivfoto: Uhlig  Heute erwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. 120 Tourismus-Aussteller werden erwartet. Archivfoto: Uhlig  Die neue Sporthalle bietet beste Bedingungen für den Schulsport. Doch für Leichtathletik fehlt ein schulnaher Sportplatz. Archiv-Foto: Uhlig/stu1  Die neue Sporthalle bietet beste Bedingungen für den Schulsport. Doch für Leichtathletik fehlt ein schulnaher Sportplatz. Archiv-Foto: Uhlig
Sporthalle CalauDie Calauer Sporthalle in der Springteichallee wird am 31. März zur Messehalle. Foto: Stephan Uhlig Am Mittwoch verwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. Archivfoto: Uhlig Am Mittwoch verwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. 120 Tourismus-Aussteller werden erwartet. Archivfoto: Uhlig Heute erwandelt sich die Calauer Sporthalle in der Springteichallee zur Messehalle. 120 Tourismus-Aussteller werden erwartet. Archivfoto: Uhlig Die neue Sporthalle bietet beste Bedingungen für den Schulsport. Doch für Leichtathletik fehlt ein schulnaher Sportplatz. Archiv-Foto: Uhlig/stu1 Die neue Sporthalle bietet beste Bedingungen für den Schulsport. Doch für Leichtathletik fehlt ein schulnaher Sportplatz. Archiv-Foto: Uhlig FOTO: Stephan Uhlig
Calau. Wie ist es um Auslastung, Bedarf und Qualität der Sportanlagen in Calau bestellt? Gibt es genügend Übungsleiter? Von Rüdiger Hofmann

Die Sportstättenentwicklung gehört in Calau zu den heiß diskutierten Themen. Um der zum Teil sehr emotional geführten Debatte eine sachliche Grundlage zu geben, wurde die IDAS Planungsgesellschaft aus Luckenwalde beauftragt, das bereits 2011 von ihnen erarbeitete Sportstättenentwicklungskonzept fortzuschreiben. Im Sozialausschuss wurden nun Analyseergebnisse präsentiert.

Zum Bedarf an Sportarten: Fußball ist im Calauer Vereinssport die Sportart mit den meisten Mitgliedern. Sie wird aktuell in drei Vereinen angeboten. „Gab es 2011 noch 180 Mitglieder in diesem Bereich, sind es 2017 bereits 267 – ein Anstieg also um fast 50 Prozent“, sagt Jim Holz von der IDAS - Stadt- und Regionalplanung. Der Bedarf an Fußballplätzen ist also da – im Innen- wie im Außenbereich. Gymnastik spielt bei der Vereinsbefragung durch das Planungsbüro die zweitwichtigste Rolle in Calau. Allerdings ist der Mitgliedertrend hier umgekehrt. 255 Mitglieder waren es 2011, im vergangenen Jahr noch 181. Ein Rücklauf von rund 30 Prozent. Die Mitgliederanzahl in Tischtennisvereinen der Stadt hat sich seit 2011 von 66 auf jetzt 31 nahezu halbiert. Damit liegt die Sportart vom Interesse her eher auf den hinteren Rängen in Calau.

Zum Bedarf an Vereins-Sportanlagen: Der Bedarf an Großspielfeldern (mit etwa 7600 Quadratmetern) ist bei Vereinen am größten. Hier würden vier benötigt. Im unorganisierten Sportbereich sind Bolzplätze am gefragtesten (31).

Die Defizite: Das Planungsbüro hat in seiner Analyse die kommunalen Sportanlagen erfasst und bewertet. „Beim Sportkomplex an der Ziegelstraße befinden sich die Beläge der Freiflächen teilweise in schlechtem Zustand“, so Holz. Das Sozialgebäude sei sanierungsbedürftig. Bei der Sport- und Freizeitfläche des Kinder- und Jugendbegegnungszentrums Calau sei der Rasen uneben, und das Beachvolleyballfeld mit Betonkantensteinen abgegrenzt, was das Verletzungsrisiko erhöhe. Das Sozialgebäude am Friedrich-Ludwig-Jahn Sportplatz ist innen wie außen teilweise sanierungsbedürftig.

„Aus der Umfrage unter 31 Vereinen geht auch hervor, dass ein Defizit bei der Hallenbelegung an der Sporthalle Springteichallee besteht“, erklärt Jim Holz. Außerdem werde bemängelt, dass an den städtischen Sportstätten keine Beleuchtungen installiert seien. „Ausnahme bildet die Sportstätte am Finanzamt, jedoch ist das Spielfeld zu klein“, sagt Holz. Im Bereich Fußball, Gymnastik und Handball werden die momentanen Sportstätten als nicht ausreichend bewertet. Auch fehle es an Übungsleitern, und die Hallenzeiten vor allem im Jugendbereich seien oftmals sehr begrenzt.

Die Pluspunkte: Als sehr gut hingegen wird die Neuanlage des Sportplatzes mit Schulsportanlage an der Georg-Schuhmann-Straße bewertet, ebenso die Stadthalle und Sporthalle und das Erlebnisbad Calau. Die Kegelanlage gilt als gut.

Betrachtet man die künftige Planung an Sportstätten, muss man auch die Entwicklung der Schülerzahlen im Auge behalten. „Im Vergleich der Jahre 2011 und 2017 haben sich die Schülerzahlen erhöht. 2011 lag sie innerhalb der Grundschule bei 300. 2017 hat sich die Anzahl auf 328 erhöht. Das ist ein Anstieg von fast zehn Prozent“, sagt Jim Holz. Auch innerhalb der Oberschule habe sich die Schüleranzahl bis 2017 um 17 Schüler erhöht – ein Anstieg von ebenfalls knapp zehn Prozent.

„Die Bedarfe für den Sport sind in Calau nicht kleiner geworden“, sagt Mario Dannenberg (Die Linke). „Seit dem letzten Ergebnis von 2011 ist zwar der Sportplatz für die Schulen neu entstanden, alles andere aber blieb in der Warteschleife. Der Jahnsportplatz liegt immer noch brach, und eine Modernisierung für den Sportplatz an der Ziegelstraße, der kommunales Eigentum ist, ist immer noch nicht begonnen worden“, so Dannenberg. So gibt es keine Verlässlichkeit für Übungsleiter, Trainer und andere Ehrenamtler. „Denn erst, wenn Bedingungen klar sind, können sich Strukturen entwickeln, nicht umgekehrt“, sagt Dannenberg.

Aus der Analyse des Planungsbüros sollen nun in einer zweiten Phase konkrete Empfehlungen für die Stadt Calau erarbeitet werden. „Die wollen wir noch vor der Sommerpause in der Stadtverordnetenversammlung präsentieren“, sagt Bürgermeister Werner Suchner (parteilos).