| 17:06 Uhr

Glucke in Guben
Ungewöhnlicher Fund im Kaltenborner Wald

Hans-Jügren Gräber hat diese Glucke am Dreikönigstag im Wald bei Kaltenborn gefunden. Foto: Hans-Jürgen Gräber
Hans-Jügren Gräber hat diese Glucke am Dreikönigstag im Wald bei Kaltenborn gefunden. Foto: Hans-Jürgen Gräber FOTO: Hans-Jürgen Gräber
Guben. Ein schmackhafter Pilz mit vielen Namen: „Krause Glucke“ , „Ziegenbart“ oder „Fette Henne“

Hans-Jürgen Gräber hat am Wochenende einen ungewöhnlichen Fund im Wald von Kaltenborn gemacht. „Wir waren am Dreikönigstag in der Kuckucksaue Holz machen“, erzählt der Kaltenborner. „Danach bin ich noch ein wenig durch den Wald gegangen und habe vor einem trockenen Baumstumpf eine Krause Glucke gefunden.“ Der leidenschaftliche Pilzesucher ist begeistert von seinem Prachtstück. Das Außergewöhnliche sei neben der Größe der Termin für das Wachtum des Pilzes. „Der Pilz ist gut zwei Fäuste groß“, erzählt Hans-Jürgen Gräber. „Normalerweise finde ich die letzten Pilze vor dem ersten Frost. Im Januar sind Pilze schon sehr ungewöhnlich.“ Traditionell gilt nämlich: Herbstzeit ist Pilzzeit und die Krause Glucke wächst mit Vorliebe zwischen Juli und November an Kiefernholz. „Gerade dieser Pilz wächst nicht überall“, weiß auch Hans-Jürgen Gräber. Eine Erklärung für seinen Fund hat er nicht: „Es freut mich einfach.“ Der Kaltenborner hat den Pilz mit dem gelblichen Geflecht abgeschnitten und mit nach Hause genommen. „Dort trockne ich ihn nun“, erklärt der Pilzsammler. „In einer Suppe oder Soße schmeckt er sehr gut.“ Die Krause Glucke kennt viele Namen: Fette Henne, Bärenschädel, Ziegenbart, Riesenmorchel und Judenbart. Mit etwas Glück findet Hans-Jürgen Gräber bald wieder ein Exemplar, denn die Krause Glucke  kann jahrelang an der gleichen Stelle wieder erscheinen.

(mcz)