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| 06:27 Uhr

Forst
Stadt Forst will mehr Personal

 In den städtischen Kindergärten werden wegen des geänderten Betreuungsschlüssels mehr Erzieher gebraucht.
In den städtischen Kindergärten werden wegen des geänderten Betreuungsschlüssels mehr Erzieher gebraucht. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Verwaltung gibt 2018 mehr Geld für Beschäftigte aus und braucht zusätzliche Stellen. Von Katrin Kunipatz

Um das Haushaltssicherungskonzept kommt die Stadt Forst auch in den nächsten Jahren nicht herum. Das stellt Kämmerer Jens Handreck im Finanzausschuss klar. Die Möglichkeiten zusätzliche Einnahmen zu generieren, seien gering. Gewerbesteuer und Grundsteuer seien bereits hoch. Also müssen die Ausgaben gesenkt werden.

Ein großer Posten im insgesamt 39,5 Millionen Euro umfassenden städtischen Haushalt sind die Personalkosten. Rund 13,4 Millionen Euro entfallen im kommenden Jahr auf Löhne der Mitarbeiter in der Verwaltung und den Nachfolgeeinrichtungen, wie Betriebsamt, Kindergärten oder Freibad. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 112 900 Euro mehr, erläutert Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der für den Bereich Service, Bildung und Personal verantwortlich ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Verwaltung rechnet mit einer Tariflohnerhöhung, die mit 200 000 Euro den Etat belastet. Hinzu kommen weitere 150 000 Euro die Ergebnis von Personalgesprächen mit Mitarbeitern der Kernverwaltung sind. Drei neue Erzieherinnen schlagen mit 90 000 Euro zu Buche und noch einmal 90 000 Euro müssen für die neue Entgeltordnung eingeplant werden. Die zusätzlichen Aufwendungen für den ausgeschiedenen Bürgermeister belaufen sich auf 60 000  Euro. Nur weil 14 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, reduzieren sich die Summe um 477 900 Euro und es bleibt bei einer Erhöhung von 112 900 Euro.

Ausschussvorsitzender Heinz-Peter Bischoff (Linke) umreißt das Problem treffend: „Die Aufgaben in der Verwaltung sind in gleicherweise zu erfüllen. Der Personalaufwand ist nicht geringer, wenn die Einwohnerzahlen sinken.“ Im Detail erläutert Sven Zuber, dass sich die Zahl der Beschäftigten in der Stadtverwaltung im Vergleich zum Vorjahr um rund elf Vollzeitstellen erhöht, auf rund 239 Vollzeitstellen. Neu hinzu kommt ein IT-Betreuer für Schulen und Kindergärten. Funktionierende Netzwerke seien in Schulen gefordert, so Zuber, aber die Wartung durch eine Firma reiche nicht aus – und die Lehrkräfte kommen an ihre Grenzen. Wegen des gestiegenen Arbeitsaufkommens erhöht sich für die Mitarbeiter im Bürgerservice die Wochenarbeitszeit. Im Fachbereich Personal und im Fachbereich Bauen sollen befristet für fünf Jahre jeweils zwei neue Stellen geschaffen werden. Grund dafür sei beispielsweise der gestiegene Arbeitsaufwand bei Förderprogrammen. Das Team Steuern soll ebenfalls um eine Person aufgestockt werden. Auch im Betriebsamt soll es eine zusätzliche Saisonkraft geben, um die Pflege der neuen Grünanlagen zu bewältigen. Hinzu kommen einige Verschiebungen zwischen den Fachbereichen. Ohne Diskussion empfahlen die Mitglieder des Finanzausschusses den Haushaltsplan und das Haushaltssicherungskonzept der Stadtverordnetenversammlung zur Zustimmung. Die Sitzung findet am 9. März statt.