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| 18:17 Uhr

Neujahrsempfang
Schul- und Bahnfrust in Kolkwitz

Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft und Politik trafen sich zum Neujahrsempfang der Großgemeinde Kolkwitz.
Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft und Politik trafen sich zum Neujahrsempfang der Großgemeinde Kolkwitz. FOTO: Marion Hirche
Kolkwitz. Vertreter aus Wirtschaft und Politik trafen sich zum Neujahrsempfang im Kolkwitz Center. Von Marion Hirche

Es knisterte in der Luft des Kolkwitz Centers. Bürgermeister Fritz Handrow hatte Vertreter von  Wirtschaft, Politik und wichtigen Einrichtungen zum Neujahrsempfang eingeladen. In allen Köpfen schwirrte das neueste Ärgernis in Kolkwitz herum: Die Absage des Ministeriums aus Potsdam für die Eröffnung einer weiterführenden Schule zum Schuljahr 2018/2019. „Seit vier Jahren ackern wir für diese Schule und jetzt wird gesagt, es ist nicht zu schaffen bis zum Schuljahresbeginn. Diese vermurkste Bildungspolitik ist wohl deutschlandweit einmalig“, wetterte Gemeindevertretervorsteher Hans-Georg Zubiks (CDU) gleich in seiner Begrüßungsansprache.

Das Thema zog sich dann durch die ganze Veranstaltung. Bürgermeister Fritz Handrow (CDU) zeichnete in seiner Rede noch einmal alle Entwicklungen zum Schulbeschluss nach, machte dabei  klar, dass sich alle bis auf eine Fraktion des Kreistages für Kolkwitz ausgesprochen haben und stellte deshalb die Frage: „Geht es hier nur noch um Macht und Parteibuch?“ Spree-Neiße Landrat Harald Altekrüger (ebenfalls CDU) versprach in seinen Grußworten: „Wir kämpfen weiter für die Kolkwitzer Schule, sodass sie dann 2019/2020 eröffnet werden kann.“

In einem weiteren Punkt gibt es bei den Kolkwitzern Frust: Nach wie vor wird der Bahnhaltepunkt  fast überhaupt nicht bedient. Auch hier soll weiter protestiert werden.

Beim Neujahrsempfang wurde aber auch deutlich, dass die Kolkwitzer wieder viel geschafft haben. Dorfgemeinschaftshäuser in Wiesendorf und Babow wurden eröffnet.  Die Freifläche vom Hort Krieschow wurde mit einer Rollerbahn neu gestaltet, der Radweg zwischen Kolkwitz und Hänchen wurde teilerneuert. Es gibt neue Brücken in Wiesendorf und Zahsow. Straßen wurden zusammen mit dem Spree-Neiße-Kreis saniert, das wichtigste Projekt diesbezüglich, die Komplettsanierung der Ortsdurchfahrt Gulben mit Verlegung von neuen Trinkwasser- und Telekomleitungen liegt im Plan, wird von März bis August dieses Jahres weiter geführt. In Krieschow wurden am Dorfplatz  drei Garagen aufgestellt, die Papitzer haben ihr Dorfgemeinschaftshaus in Eigenleistung erweitert. Bei der Sanierung und Erweiterung des Kolkwitzer Ärztehauses wurde  Richtfest für den Anbau gefeiert. Die Planungen für die Erweiterungen der Kitas in Kolkwitz und Krieschow laufen. Es wurde wieder Oktoberfest gefeiert, der Wichtelmarkt war ein Magnet und Kolkwitz war ein würdiger Gastgeber der Folklorelawine.

In einer kurzen Rede grüßte der designierte Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber (SPD) zum neuen Jahr und sagte eine Fortführung der Neujahrsempfangtradition zu und kündigte die Schaffung eines Unternehmerstammtisches an. Karsten Schreiber tritt sein Amt am 1. März an.

Marco Lecher von der Lecher Dächer GmbH gehörte zu den Zuhörern: „Es war wie jedes Jahr sehr informativ.“ Sein Kollege Peter Sorge von der SK Dachbau GmbH betonte: „Es ist immer wieder interessant, wo die Gemeinde Geld ausgibt. Ich finde es toll, dass 80 Prozent der Handwerkeraufträge in der Gemeinde geblieben sind.“