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| 17:30 Uhr

Cottbus
Cottbuser Juso-Chef legt aus Protest Amt nieder

Cottbus.

Der Cottbuser Juso-Chef Marco Bedrich hat seinen Rücktritt erklärt. Damit protestiert er nach eigenen Angaben gegen die Nein-Kampagne der SPD-Nachwuchsorganisation gegen die Große Koalition (Groko). „Die Jusos spiegeln meine Auffassung der sozialdemokratischen Politik nicht mehr wieder“, sagt Bedrich. „In meinem Verständnis hat die SPD die Aufgabe, dass Leben der Menschen zu verbessern. Das geht mitunter nur in kleinen Schritten. Diese vielen kleinen Schritte wurden in den Koalitionsverhandlungen angegangen und gewonnen.“ Dabei sei es der Partei sogar gelungen, die entscheidenden Ministerien zu besetzen. Deshalb sagt der Cottbuser: „Eine derartige Kampagne gegen die Groko ist für mich absolut unverständlich. Wenn wir das Leben der Menschen nur ein kleines bisschen verbessern können, sollten wir das tun und uns nicht zu einer theatralischen Selbstfindungsphase einschließen.“ Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert wirbt massiv gegen die Wiederholung einer Großen Koalition zwischen CDU und SPD. Die Parteibasis kann in einem Mitgliederentscheid vom 20. Februar bis 2. März über den Koalitionsvertrag. Am 4. März soll das Ergebnis verkündet werden.

(red/pk)