| 18:00 Uhr

Cottbus
Journalist bei Dreharbeiten in Rangelei verwickelt

Cottbus. Beim Streit um Bilder eskaliert ein Konflikt. Von Andrea Hilscher

Die Demonstrationen des Golßener Vereins „Zukunft Heimat“ machen weit über Brandenburg hinaus Schlagzeilen. Gerade aus Tschechien kommen viele Journalisten in die Lausitz, um über etwaige Konflikte zwischen Einheimischen und Zugewanderten zu berichten. So auch ein 47-jähriger Journalist, der am Samstag rund um das Geschehen auf dem Stadthallenvorplatz Filmaufnahmen und Interviews einfing. Gegen 18.30 Uhr, außerhalb des eigentlichen Versammlungsgeschehens, hielt er mit der Kamera auf eine Deutsche (21) und ihren syrischen Begleiter (22). Beide wollten nicht gefilmt werden. Die Frau verlieh ihrer Weigerung Nachdruck und schlug die Kamera des Tschechen zur Seite. Dabei wurde offenbar das Objektiv beschädigt.

Der Begleiter der jungen Frau stand ihr stark gestikulierend bei, was durch in der Nähe befindliche Polizeibeamte als körperlicher Angriff gewertet wurde. Die Polizisten schritten offensiv ein, legten den Syrer kurzzeitig zu Boden und unterbanden weitere Handlungen. Die Personalien der Beteiligten wurden festgestellt. Nach Auskunft der Polizei wird zu den Umständen des Geschehens ermittelt. Unklar ist offenbar, inwieweit die Auseinandersetzungen strafrechtlich relevant sind. Das junge Paar befand sich nicht innerhalb der Demonstration, durfte daher nicht gegen seinen Willen gefilmt werden.

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